Wir suchen in der Industrial Area1 in Dubai nach Gel-Batterien. In diesem Autoviertel tragen alle Läden arabische Namen, werden von Pakistanis geführt. Wie wir später lernen, brauchen Nicht-Emiratis einen Emirati-Namensgeber, der dafür pro Jahr eine bestimmte Summe Geld erhält. Keine schlechte Verdienstmöglichkeit…

Wir fragen uns durch. Keiner kennt Gel- oder AGM-Batterien (die Tiefstentladungen besser vertragen). Wir bringen unsere zusätzlichen zwei großen (Camping-) Batterien immer wieder zum schreien und leuchten. Und dann läuft kein PC mehr… Schließlich in einem winzigen Laden kennt sie ein alter Inder. Gibt’s hier aber nicht.

Wir fahren nach Sharjah und gehen am Ufer des Hafens entlang.

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Dhaus, Schellboote und Fähren.

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Die Arbeiter dort sind meist Pakistanis oder Inder.

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Schließlich geraten wir zum Fischmarkt. Jede Menge Verkaufsstände, alles noch leer. Ein Ägypter, der dort arbeitet, sagt uns, um 15 h ginge der Verkauf wieder los. Wir bekommen ready made Indian Cay. Lecker! Katzen laufen herum. Schließlich wird gecrashtes Eis in Säcken angeliefert, auf den Tischen ausgebreitet. Erste Fische treffen in kleinen Rollwagen frisch vom hinteren Teil des Bereichs ein.

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Wir gehen dort hin. Ein offene Halle, davor haben die Fischerboote angelegt. Die Vielfalt und Größe der Fische ist beeindruckend! Haie werden mit Haken vom Schiff gezogen.

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Die Fischer breiten ihren Fang nach Aufforderung auf dem Boden aus. Die Versteigerung leitet ein Emirati. Er ruft die Preise aus – von oben nach unten? Schließlich hebt jemand die Hand. Der Emirati bekommt das Geld, gibt es weiter an die Fischer.

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Die Fische werden mit flachen Behältern zusammengekehrt, dann in kleinen Wagen zu den Fischständen oder parkenden Lieferwagen gebracht, dort dann auf Eis gepackt. Wir gehen zurück zu den Fischständen und lernen, dass man sich Fisch grillen lassen kann. Wir kaufen 1 Pfund Garnelen und 2 nicht zu große Fische verschiedener Farben. In der Fischer-Kooperative lassen wir sie entschuppen und ausnehmen, gehen dann zum einzigen Fischgrill, die sie mit Gewürzen und etwas Käse zubereiten. Köstlich!

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Am nächsten Tag fahren wir rüber an die Ostküste ins Emirat Fujairah zur pakistanischen Familie Kashif, die uns eingeladen hatte. Die Landschaft rechts und links sandig, wo bewässert wird, wachsen Palmen.

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Wir fahren durch Dörfer, die deutlich anders aussehen als im Iran. Die Häuser wohlhabend, davor üppige Autos. Die Leute sitzen am Spätnachmittag vor den Häusern, unterhalten sich, grüßen. Die Frauen tragen bunte Kleidung und Schals. Die Jungen fahren Quads.

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Fujairah liegt in der Wüste. 54° im Sommer sind normal, wie wir später erfahren, bei hoher Luftfeuchtigkeit. Alles muß klimatisiert sein. Nicht groß, aber sehr modern, breite Straßen. Vom riesigen Carrefour-Supermarkt am Ortseingang werden wir unkompliziert in Richtung Strand geleitet, wo uns die Familie auf einem unbefestigen Parkplatz inmitten von Wohnhäusern und modernen Geschäften schließlich in Empfang nimmt. Sie haben eine modern eingerichtete Wohnung in einem der Hochhäuser dort, einen schwarzlockigen 2-jährigen Jungen und eine kleine 4-jährige Prinzessin, die Urdu zuhause, Englisch und Arabisch in der Schule (!) lernt. Kashif ist Elektroingenieur. Endlich ein technical mind für Alex! Sie reden ununterbrochen. Rida hat noch gearbeitet, als sie schwanger war. Ein lauter Arbeitsplatz mit Chemikalien-Umgang. In der UAE-Firma wurde ihre Schwangerschaft in keinster Weise berücksichtigt, trotz Gesetzen auf EU-Niveau. Sie musste zu ihrem Ärger aufhören. Wir werden zum Essen eingeladen, sitzen draußen in der warmen Luft, die Kinder spielen. Hühnchen mit Salat in vielen arabischen Variationen, ein unglaublich leckerer Laban/Ayran dazu.

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Wir reden über Politik – UAE, Pakistan – Umwelt, Religion, Integration. Der Nicht-Emirati-Anteil liegt hier bei über 80%. 40% Pakistani, 40% Philippinos, 20% aus westlichen Ländern. Ungefähr.

Rida schenkt mir einen schönen Shalwar aus dem Sindh in Pakistan. Die Frauen dort sind berühmt für ihre Stickkunst. Rida verkauft die Stücke in Fujairah, um die Frauen dort zu unterstützen. Es wird sehr spät. Wir bestehen darauf, in der Minna zu schlafen. Nicht einfach.

Es ist noch sehr früh, als wir aufwachen. Wie fahren am Meer entlang, genießen den Park am Meer. Es wird schon gearbeitet.

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Weiter. Ein kleiner Hafen. Al Gorfa, wir sind plötzlich in Sharjah! Die einzelnen Emirate haben oft noch eigene Landesflecken in anderen Emiraten.

Im Hafen ist die Fischversteigerung schon vorbei, entspannte Stimmung.

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Bei Rida erhalten wir ein später ein typisch pakistanisches Frühstück und Tee. Das Prinzesschen kommt aus der Schule und führt mir ihre neuen Schuh vor.

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Am 24. wird die Familie nach Mekka reisen. Rida bereitet sich auf die religiösen Abläufe vor. Sie ist eine glückliche in ihrem Glauben lebende Frau. Beeindruckend! Sie lädt uns ein, wieder zukommen. Der Abschied fällt schwer.

Nicht weit hinter Fujairah an der Küste fahren wir über die Grenz in den Oman. Keine aufwendigen Grenzkontrollen. Es ist Nachmittag.

Die Autos haben wieder normale = deutsche Größe. Der Fahrstil ist weniger agressiv. Bullentransport.

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Die Kopfbedeckung hat sich geändert.Die Männer tragen bestickte Kappen oder um den Kopf geschlungene gemusterte Tücher. An einer Tankstelle hält neben uns ein Range Rover mit Chauffeur. Ein Omani lädt uns zum Kaffee zu sich nach Hause ein. Wir haben ja Zeit… Eine große Wohnanlage, mehrer Autos nicht der Mittelklasse. Wir sitzen auf dem grünen (!) Rasen. Das phillipinische Dienstmädchen kommt, der Chef redet mit ihr, sie lachen. Es gibt Ingwer-Tee, Datteln – eigene. Die Tochter stößt dazu. Selbstbewusst, nett.

Wir reden über Kamele. Der Omani hat 50 Kamele, scheint einer der erfolgreichsten Kamelzüchter Omans und der UAEs zu sein. Interview zum Sieg im wichtigsten Kamelrennen des Oman in YouTube. Wettbewerbe finden hier bei Kamelen zu Schnelligkeit, Schönheit oder Milchleistung statt. Die Tochter führt dem Vater die Geschäfte (?), erzählt später, dass sie 2 Töchter hat, von ihrem Mann getrennt ist. Die Frau des Hauses kommt, es gibt Dinner.

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Ein Sohn taucht noch auf. „My father is very social!“ Gestern abend waren Chinesen da…. Die Unterhaltung wird arabisch. Wir verabschieden uns, bekommen noch Übernachtung und Frühstück angeboten. Wir fahren. Interessante Begegnung! Ein erster Eindruck.

Wir frühstücken am Golf von Oman. Ziegen besuchen uns.

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Und ich finde die größten und schönsten Muscheln meines Lebens!

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Kleine Fischerboote mit langen Netzen laufen aus. Ein Boot vor uns in der Brandung, einer der Männer fängt einen Fisch mit dem Speer!

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Das Dorf hat ein altes Fort und offensichtlich in Schuß gehaltene alte Häuser im Zentrum, verlassene einfache Häuser und viele neue moderne Häuser im Randbereich. Alles ist sauber. Am Strand ist’s relativ… Leute bringen Müll zu überall aufgestellten Müllcontainern.

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100 km vor Muscat biegen wir von der Küstenstraße ab in die Berge, fahren durch die trockenen Berge

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über Ar Rustaq nach Nakhl, das berühmt für seine heißen Quellen ist.

Es ist Nachmittag. Nakhl ist eine alte Oase, in der Wasser aus der Erde und aus dem Felsen dringt.

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Im Ort sehen wir die alten Bewässerungsrinnen.

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Grün mit Wasser, ein schöner Anblick. Wir ziehen die Schuhe aus, wie die anderen, stecken die Füße ins kühle Naß – und das ist richtig warm!

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Der Boden ist überall naß oder glitschig. Alex rutscht aus….

Weiter geht es lange an einem Wadi entlang, in das wir schließlich hineinfahren.

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Wir haben den Eindruck, dass Muscat, die Hauptstadt des Oman, eigentlich ein Teil der Großstadt Mutrah ist.

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Mutrah ist riesig, modern, wohlhabend offensichtlich, Hochhäuser, aber nicht gigantisch.

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Muscat und Mutrah verbindet eine wunderschöne Corniche, eine Strandpromenade mit Palmen, Picknickplätzen, Parks, dahinter schroffe Felsen, Klippen.

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Wir parken am Meer vor der Altstadt vorn Muscat. Der Park dahinter ist jetzt nach Sonnenuntergang sehr belebt. Es gibt heißen Mais mit Butter und Gewürzen in kleinen Bechern. Die Luft ist warm. Wir begeben uns gerade zur Ruh, als es klopft. Rasha, sehr traditionell gekleidet und ihr pakistanischer Freund Hassan. Sie ist Guide im National Museum und sehr interessiert an Menschen. Sie will uns die Stadt zeigen. Wir verabreden uns für den nächsten Morgen. Als wir morgens die Tür öffnen, wartet schon ein junger Mann aus Kerala ungeduldig auf uns. Er möchte ein Interview für die Gulf Madhyamam Daily, die Zeitung der Keralesen in der Golfregion. Mal sehen, ob die Minna es in die Zeitung schafft…

Rasha trinkt noch einen Tee mit uns in der Minna, dann fährt sie uns in die Stadt. Sie zeigt uns die liebevoll restaurierten Stadthäuser.

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Wir besuchen den berühmten alten Souq von Muscat. Holzgewölbe, altes schönes Steinpflaster, viele Geschäfte, touristisch ausgerichtet. Alex kriselt darob ein bisschen… Muscat wird von vielen Touristen besucht, Kreuzfahrtschiffe legen hier an. Ich schaue und shoppe.

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Rasha redet mit Ladenleuten, Touristen, Einheimischen, lacht. Eine Spezialität des Oman ist Weihrauch, das Harz bestimmter Bäume, die nur hier wachsen. Es gibt deutliche Qualitätsunterschiede. Der einfache wird nur „verräuchert“, die besseren in Wasser oder Milch aufgelöst getrunken. Weihrauch soll unter anderem gegen Erkältungs- und Lungenbeschwerden helfen. Wie ich hörte, auch gegen Rheuma.

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Ich frage – wie immer – einen jungen Mann, ob ich ihn fotografieren darf. Dann bedanke ich mich und zeige ihm die Bilder. Er lächelt.

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Beim Weitergehen sagt mir Rashida, dass es im Oman üblich wäre, dafür etwas Geld oder Früchte zu geben. Ich will wieder zu ihm, reiche ihm etwas Geld. Rasha erklärt. Er lehnt ab, freut sich, dass ich zurückgekommen bin, wünscht sich, dass ich ihn in Erinnerung behalte. Und schenkt mir eine Dose Weihrauch! Solche Erlebnisse machen für uns den Sinn des Reisens aus.

Wir trinken draußen in einem der zahlreichen kleinen Cafes/Snackbars mit den bunten Tischen und Stühlen davor einen arabischen Kafee. Wie in Italien oder vor Casal’s Eisdiele in Würselen. Wir genießen!

Dann geht’s in die Altstadt zum hübschen, deutlich bescheiden wirkenden Stadtpalast des Sultans, dessen Bild überall hängt.

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Er ist übrigens ausgesprochen dekorativ und scheint sehr beliebt bei seinen Untertanen zu sein. Seit weit über 20 Jahren im Amt hat er vor sieben Jahren das Autofahrverbot für Frauen abgeschafft hat, wie Rasha erzählt. Er unterstützt wohl auch die Selbstverwirklichungsbemühungen der Frauen im Oman. Der Palast liegt an einem schönen Platz mit zahlreichen Bäumen und Blumenbeeten, der umgeben wird von stattlichen Gebäuden. Überragt wird alles vom alten Fort, das sich bis in die Hügel hochzieht.

Die Altstadt, in der früher nur Mitglieder der königlichen Familie wohnten, ist restauriert und jetzt von der „normalen“ Bevölkerung bewohnt. Wer sich’s leisten kann…

Weiter geht es Richtung Saidiyah. Alte Fischerdörfer, jetzt restauriert mit edlen Hotels und tollen Wassersportmöglichkeiten. Steinige trockene Landschaft, mit Geld, Geschmack und Sinn für die Kultur des Landes weiterentwickelt.

Wir verabschieden uns von Rasha, die viel lieber Tourist Guide wäre. Bei ihrem Talent empfehlenswert!

Von ihr: frenchssstyle@hotmail.com, 00968 95952606.

 

Von Birkat al Mawz fahren wir eine Straße zum Gebirgszug Jabal Akhdar hoch. In den Bergen gibt es Oasen, grüne Gärten. Bei der Strecke, sehr gut ausgebaut, ist 4×4 vorgeschrieben. Wir versuchens trotzdem, bis wir von einem Polizeiposten gestoppt werden. Enttäuschung. Ohne Polizei hätten wir es weiter versucht. Aber oben auf dem Berg befindet sich eine Militäreinrichtung, daher die vorzeitige Beendigung unseres Höhenfluges.

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Dann erreichen wir Nizwa, die uralte Hauptstadt des Oman, jetzt die des Distrikts Al Dakhilyyah am Fuß der Berge, die Stadt der Schreiber, Poeten, Denker. Auch heute noch die intellektuelle Hauptstadt Omans. Alte Häuser, Baum bestandene Alleen. Es wird sehr viel im Oman im alten Stil gebaut – lehmfarbene Häuser, wenige Stockwerke hoch, teils mit Windtürmen verziert.

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Geburtstagfrühstück mit Palmen am Rand von Bahla.

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64 ist ein tolles Alter. Fand ich übrigens jedes Jahr. Jetzt sehe ich so alt aus, wie ich bin, fühl mich ausgesprochen wohl in meiner Haut – um nicht zu sagen, ich finde mich klasse! Und mit meinem Schatz zu reisen, ist schon ein Traum!

In Ibri besuchen wir ein altes Fort. Davon hat Oman viele. Die alte Geschichte Omans ist überall sichtbar. Vielleicht für uns ein wichtiger Unterschied zu Dubai, das vor 2, 3 Generationen als Fischerdorf und mit Perlenhandel durchstartete. Dubai stellt diese kurze Geschichte in einem sehr schön aufgezogenen kleinen Museum vor.

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Neben dem alten Fort befindet sich ein kleiner Markt mit überdachten Bereichen. Ein temperamentvoller alter Mann lacht mit den anderen Händlern.

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Er bietet uns getrocknete kleine Fische als Snack an. Ich kauf einige, Trockenvorrat!

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Dazu noch ein Glas Ingwerpulver, das wir als Tee beim Rennkamelzüchter genossen hatten. Eine Frau mit Maske lacht, als ich sie fotografieren möchte.

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Im Fort schließen wir uns einigen Indern an. Einer kennt sich aus und führt uns herum. Von oben sieht man verlassene, vor einigen Generatonen gebaute alte Häuser. Noch ein gemeinsamer Tee beim indischen Wächter des Forts.

Wieder in den UAE hinter Al Ain , einer sehr schöne, große, moderne grüne Oasenstadt, fahren wir runter von der Straße, sehen Tiere. Kleine bäuerliche Beriebe mit Schafen, Ziegen, Kamelen. Tierzucht.

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Wir winken im Vorbeifahren ein paar Kindern zu. Der Weg endet vor dem Grenzzaun zum Oman, der direkt hinter Al Ain verläuft. Wir drehen, dann begegnet uns ein Pickup mit Emirati, die Ladefläche voller Kinder. Wir werden zum Kaffee eingeladen. Die Minna folgt dem Pickup. Wir fahren durch die Tiergatter gehen im Gefolge der Kinder in ein Zeltlager vom Feinsten. Ein großes offenes Zelt, ausgeschlagen mit bunten Stoffen, drum herum Kissen, flache Tische. Viele Frauen sind da, die Muter mit Maske. Wir werden mit Süßigkeiten, kleinen Snacks aus einem großen Silberbehälter, Wasser, Kaffe, Datteln verwöhnt. Die ganze Familie ist neugierig. Wir erzählen und lösen allgemeine Begeisterung aus. Es kommt Besuch, ein Onkel mit osmanischer Frau. Ehrfurchtsvolle Begrüßung durch das Aneinanderlegen von Stirn und Nasenrücken. Der Sohn des Hauses, der uns eingeladen hat, erzählt, dass die Familie den ganzen Winter hier draußen wohnt. Die Mutter braucht dies. Einige phillipinische Frauen, hinten sehen wir große Waschanlagen.

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Der Sohn züchtet als Hobby Tiere, liebt seine Kamele. Er führt uns hin.

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Eine Kamelstute wird extra gemolken. Wir müssen, probieren.

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Fleisch und Milch der Tiere verschenkt

Der Tierpfleger kommt aus Mauretanien und spricht Französisch mit mir.

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Mit einer großen Tüte Datteln beschenkt fahren wir schließlich weiter.

Als wir wieder mal am Jumeirah Beach in Dubai stehen, kommen vor dem Frühstück Mariella aus Syrien mit Jannis, ihrem griechischen Ehemann heran. Sie bewundern unsere Minna, da sie selber überlegen, sich ein Wohnmobil zu kaufen. Seit siebzehn Jahren leben sie hier und haben die stürmische Entwicklung Dubais miterlebt. Wir unterhalten uns ein halbes Stündchen mit knurrendem Magen, dann laden sie uns zum Frühstück ein. Wachmaschine haben sie auch. Ein Bungalow, hellbraune Mauer drum herum, kleiner Hof hier, Innenhöfchen dort, Garten, alles mit Sträuchern und Blumen in Töpfen überfüllt, in den Bäumen zu dieser Morgenstunde zwitschern viele Vögel. Zauberhaft!

Zwischen den Bungalows ein gemeinsamer Swimmingpool. Ihr Mietvertrag ist 17 Jahre alt. Die neuen Nachbarn bezahlen 100.000 USD pro Jahr.

Das Haus ist eingerichtet mit Möbeln und Stücken, die sie von ihren vielen Reisen mitgebracht haben, auch aus England, wo sie herkommen. Ein absolutes Wohlfühlhaus für uns! Wir sitzen im Garten, trinken schon Kaffee, die Katze mit den vielen Dosenöffnern kommt zu Besuch und holt ihre tägliche Ration ab, bevor sie sich unter die Büsche legt. Es gibt arabisches Frühstück mit Hummus, Joghurt mit Gewürzen, Tomaten, Gurke, Schafskäse, gefülltes Fladenbrot, Eier, Honig, Chapati-ähnliches Brot. Sehr lecker.

Wir reden. Über Dubai, Emirate, Syrien, EU, Griechenland im Besonderen, arabische Revolution, US, Russland, China, IS, Religionen, Politik und Mediendarstellung. Die Zeit vergeht wie im Flug. Es dämmert. Jannis macht Zitronenhühnchen, Mariella Salat. Wir stehen alle in der Küche und reden weiter. Nachträglich zum Geburtstag gibt’s zum Essen einen Rotwein. Danach skypen sie mit Sohn Alexander in England. Dieser hat gerade mit 25 seinen PhD in Computerscience gemacht sowie eine hochrangige Erstautor-Publikation mit Partnern im MIT. Ich kann’s nicht lassen und erzähl von der RWTH. Es wird dunkel, die Wäsche ist trocken, wir sitzen im Garten und reden.

Ein gemeinsam verbrachter freier Freitag. Ein besonderes Geschenk. Und keine Bilder…

Am nächsten Tag fahren wir zum Dragon Mart. Eine besondere Erfahrung! Eine ca. 1 km lange ebenerdige Einkaufshalle mit kleinen Läden, wo es einfach alles gibt – ausschließlich chinesische Ware. Das Verkaufspersonal ist ebenfalls überwiegend chinesisch. Wir finden Gel-Batterien, ein großes Solarpaneel, um unsere tapferen, immer wieder geleerten Originalbatterien zu ersetzen und unsere Stromversorgung zu optimieren. Das ganze deutlich billiger als in Deutschland. Mal sehen, wie lange alles hält…

Als wir zurückkommen sind Liesel und Gebhardt mit ihrem Toyota Landcruiser da. Freude auf beiden Seiten. Wir verbringen einen gemütlichen Abend in ihrer Wohnkabine.

Sie fahren am nächsten Morgen in den Oman. Wir beneiden sie!

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Am Spätnachmittag schauen wir uns die Palm Jumeirah hinter dem „Segel“-Hotel Burj al Arab an. Unvorstellbar gigantisch – eben Dubai-Style. Wir fahren über die zentrale Mittelstraße – von der die „Palmwedel“ abgehen, wo u.a. Michael Schumacher eine Villa mit eigenem Schiffsanlegesteg gekauft hat – durch einen Tunnel bis zum Hotel Atlantis. Reinster Disneystil.

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Wir befinden uns nun auf dem die Palme umgebenden äußeren Ring. Hier liegen die Ableger der teuersten Hotelketten der Welt nebeneinander, weitere Residenzen sind im Bau. Ein Schild bietet das Apartment ab 750.000 € an.

Ein dichter Ring großer Häuser umgibt die teuren Villen auf den Palmwedeln. Freie Sicht auf einander… Später erfahren wir von einem hier lebenden Deutschen, dass das aufgeschüttete Material wohl nicht ausreichend stabilisiert wurde und es somit schon zu Setzungen und den damit verbundenen Rissebildungen gekommen ist. Wir sind froh, als wir wieder runter von der Palme fahren. Die Palm Deira und The World liegen übrigens noch brach.

Jens besucht uns am Beach. Er ist Feuerwehrmann, lebt seit zwei Jahren in Al Ain und bildet mit jungen deutschen Kollegen Emiratis aus. Die UAE-Führung sieht die Wichtigkeit einer guten Feuerwehr. Die Ausrüstung entspricht deutschen Standards, er hat zur Umsetzung der Ausbildung freie Hand. Keine leichte Aufgabe. Arbeitseifer und Einsatzwille unterscheiden sich wohl deutlich. Vielleicht fährt er irgendwann einmal mit seinem alten Jeep zurück nach Deutschland. Good luck, Jens!

Alex montiert die Batterien, die andere Anschlüsse und keine Fußleiste zur Befestigung haben. Er improvisiert, füllt die Holräume zum Batteriekasten mit Styropor aus. Plus und Minus sind auch noch anders angeordnet. Schließlich ist der Charger an der Batterie angeschlossen, wir können jetzt Ladung, Entnahme und Kapazität jederzeit ablesen. Der Erfolg zeigt sich nachdem der Kühlschrank probeweise die ganze Nacht auf Batterie steht und diese morgens noch gut gefüllt ist. Ich bin stolz auf ihn! Das Solarpaneel verbringt die Überfahrt nach Indien erstmal in der Minna.

Es gibt das letzte warme Essen in der Minna. Morgen geben wir sie im Hafen ab. Der Rest Rotwein hat deutlich unter Bewegung und Wärme gelitten. Oder bin ich entwöhnt??

Am letzen Morgen am Jumeirah Beach räumen wir auf, packen, waschen ab, verstauen, leeren den Kühlschrank. Dann kommen plötzlich Susann und Hans-Peter, die Schweizer mit ihrem Landrover, die wir in Yazd kennengelernt haben. Liesel und Gebhardt hatten sie beim unserem „Sheikh“ in seinem Wüstencamp getroffen und von uns erzählt. Wir quatschen uns wieder fest, verabschieden uns schließlich. Sie wollen in den Oman, dann später auch nach Afrika. Wir werden uns verfolgen!

Wir fahren zum Ali Jebel Port 30 km hinter Dubai, um Gate 2 zu finden. Vierzehn-spurige Autobahn, daneben 6-spurige Seitenstraßen, irre Autobahnknoten-Geflechte. Die Hafenanlage zieht sich wohl 10 km hin. Wir übernachten auf dem Standstreifen neben einigen LKWs und Lieferwagen vor einer Tankstelle an der Autobahn, um morgens rechtzeitig am Gate 2 zu sein.

Unser Schiffsagent erwartet uns. Mit einem weiteren Inder lotst er uns durch die verschiedenen Behörden. Er hat ein gutes Netzwerk, kennt dort viele Entscheidungsträger. Er erzählt, dass von der Laune dieser Leute abhängt, wie schnell man durchkommt. „Come back tomorrow.“ Nicht zu ändern. Hier fehlt’s zum Global Player.

Nach 3 Stunden inklusive des Besuchs eines neugierigen Entscheidungsträgers fährt Alex unsere Minna in den Hafen. See you in Mumbai!

Wir ziehen ins Billighotel (Dubai-Standard) am Hafen mit warmer Dusche, WiFi, Laundry und entspannen. Ich schreibe. Wir überlegen, wohin und wie. Es zieht uns sehr wieder in den Oman, wir wollen von Muscat aus nach Mumbai fliegen, Kamelrennen in der Wüste hinter Abu Dhabi besuchen. Hotels ab 60 km Umkreis. Ohne Minna fühlen wir uns einfach nicht wohl.

Also beschließen wir, als Busreisende Abu Dhabi zu besichtigen, baldmöglichst nach Goa zu fliegen, uns dort in Palmenblätterhütten zurückzuziehen, Weihnachten am Strand zu verbringen und Sylvester mit dem Bus nach Mumbai zu fahren. Das neue Jahr vielleicht auf dem Zentralbushof im Mumbai zu erleben, ist doch auch eine gute Erfahrung!

Wir wünschen euch allen kalte klare sonnige gemütliche Weihnachten und ein glückliches gesundes spannendes wunderbares neues Jahr!

 

Christiane und Alex

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