Auf dem Weg zu Ayshes Dorf war die Autobahn bis Amasya wie bisher 4-spurig ausgebaut. Die Landschaft wechselte von kahlen Bergen  – mitten hinein Neubaugebiete gesetzt, um den in die Städte abwandernden Landbevölkerung Wohnungen anbieten zu können, über Felder und bewaldete Gebiete. Cay, in großen Samowars, wurde immer und überall angeboten.

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Hinter Amasya bogen wir endlich ab auf „normale“ kleine Straßen.

Ayshe hat uns gesagt ihr Dorf kenne in Amasya jeder, ich soll dort fragen. „Ach, das Georgische Dorf!“ Viel Diskussion: Jemand der in Deutschland war, einer, der englisch sprach, eine die die Karte zeichnete.

Wir trafen ein, hielten an der Moschee, Ayshe wurde geholt, die große Familie folgte.

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Das Rind war schon geschlachtet, das Fleisch verteilt an Freunde und Verwandte, der Rest für die Familie. Ein kleines Haus mit vielen Anbauten, hundert Leute waren bestimmt da.

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Die beiden Alten, viele ihrer Kinder mit Kindern und Enkeln, Verwandte mit Kindern…. Das ganze Dorf ist irgendwie miteinander verwandt. Die erste Nacht schliefen wir neben der Moschee, überhörten sogar den Muezzin.

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Frühstück georgisch mit Samowar, eigener Butter und Käse, frischeste heiße Pide aus dem Ofen, Hagebuttenmarmelade, Traubenpastete….

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Dann fuhren alle (ca. 30 Personen inkl. 6 Kindern in 5 Autos nach Zile, 20 km entfernt. Dort hatte die ultrakurze Schlacht der Römer stattgefunden – Saleum –die uns den berühmten Spruch „veni, vidi, vici“ bescherte.

Auch hier alte Spuren. In der Einkaufsstraße einige Tierarztläden, Kollegen, die Medikamente  verkaufen und hoffentlich auch beraten.

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Picknick auf der Burg mit frischen Pide – natur, mit Walnüssen oder Mohn. Alles sehr bunt, beinahe indisch! Abends erhielt ich den Namen „Pamuk nine“ – Watte-Oma!

Um das Dorf herum gibt es viele Marmorsteinbrüche und Marmorkippen auf den Hügeln. Der Marmor ist nicht sehr ergiebig. Die Verträge mit den Firmen wurden über 50 Jahre abgeschlossen. Erst dann müssen die Steinbrüche renaturiert werden.

Am nächsten Tag ging es nach Amasya, größere Uni-Stadt, sehr schön, mitten hindurch fließt  der Grüne Fluß“. Auf einem Ufer die Altstadt, dahinter ein hoher Berg, in dem die großen Toröffnungen von 5 Königsgräbern aus der vorgriechischen Zeit zu sehen sind. Dazu noch eine alte Moschee mit Waschhaus aus dem 13. Jahrhundert und ein ebenso altes musiktherapeutisches Krankenhaus.

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Tolle Sammlung alter medizinischer Instrument – was die schon alles operierten, ohne Narkose!

Gestern dann der Besuch im 5*-Hammam! Frauen und Männer getrennt, mit Sauna, Dampfbad, Außen- und Innenschwimmbad, professionelle Massage und Waschung. Wir hatten hinterher eine Haut wie ein Baby! Dann zurück zum Dorf zu Cay, Börek, kleinere Reparaturen an der Minna, Kaffee aus der Maschine vor dem Wohnmobil von Wildan und Salim, die mit ihren Kindern aus HH in ihr Dorf gekommen waren! Die Familie kam dazu, Alex und Salim reparierten, wir Frauen tratschten. Abends ein letztes Mal alle zusammen gegessen. Die Oma hatte frisches Fladenbrot gemacht,  Cay für alle, die Nachbarn waren auch dabei, die letzten Bilder. Dann der Abschied, am nächsten Morgen das Frühstück im leeren Terrassenraum, nur zu sechst, Fatme von gegenüber war auch dabei. Ich werde sie bei Ayshe im nächsten Jahr wiedertreffen! Ayshe mit dem Flieger nach Istanbul, Bora mit Schwester, deren Freundin und 5 Mädchen auf dem Weg zum Flieger nach Ankara. Die anderen Familienmitglieder, schwer bepackt mit Rindfleisch, Bohnen, Pflanzen, Käse, Marmelade etc. zurück nach Haus.

 

Und wir fahren jetzt nach Kappadokkien!

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